Logo WKSB

Bauteilverfahren

Die Dämmung des Mindestwärmeschutzes von Schrägdächern muss entweder nach dem Bilanzenverfahren für das gesamte Gebäude oder nach dem Bauteilverfahren bestimmt werden. Das Bauteilverfahren darf nur bei Gebäuden mit maximal zwei Wohngeschossen und maximal drei Wohneinheiten verwendet werden. Hier wird zwischen einem Alt- oder einem Neubau unterschieden. Bei einem Altbau werden in der Regel geringere Anforderungen an den Wärmeschutz gestellt, als bei Neubauten. Dies gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der zu sanierende Wohnraum auch vor der Baumaßnahme schon ein Wohnraum war. Der maximal zulässige k-Wert für Decken und Dächer, die die beheizten Räume gegen Außenluft abgrenzen,
darf  als k = 0.3 W/(m² K) sein.

Wurde der Raum vor der Bau- bzw. Dämmmaßnahme noch nicht als Wohnraum genutzt (z.B. ein Dachboden, der zu einem Wohnraum umgebaut werden soll) und nimmt der neue geschaffene Wohnraum mehr als 10 m² neue Wohnfläche ein, so gelten die Anforderungen , wie bei einem Neubau. In der Dachfläche muss dann ein k-Wert von 0.22 W/(m²K) erreicht werden.
Diese Bestimmung gilt auch für Decken und Dächer, die bei Neubauten den Abschluss zur Außenluft bilden.

Kaltdach (belüftete Schrägdach-Konstruktion)

Ein in zweischaliger, belüfteter Bauweise gedämmtes Dach ist, wenn zwischen den Sparren mit einer ausreichend bemessenen wirksamen Hinterbelüftung gedämmt wird. Der Luftraum, zwischen der Wärmedämmung und den Unterspannbahnen des Daches,  muss eine Zirkulation von mindestens 20mm aufweisen. Die Luftzirkulation muss durch die Dachkonstruktion oben und unten gewährleistet sein. Zwischen der Wärmedämmung und der Unterspannbahn bzw. dem Unterdach wird die Feuchtigkeit aus der Konstruktion und dem Gebäudeinneren nach außen abgeführt.

Die Zuluftöffnung an der Traufe muss 200cm² je Meter Traufe aufweisen. Die Abluftöffnung an der First beträgt 0.5°/oo der zugehörigen Dachfläche. Um die Luftdichtigkeit und die Wasserdampfwanderung in der Dachschräge zu vermeiden, muss hier eine Dampfbremse mit einem Sd- Wert von 100m auf der Unterseite der Sparren mit Klammern befestigt werden. Folienüberlappungen werden mit einem geschmeidigen Doppelklebeband oder einem Dichtstoff untereinander verklebt.

Wandanschlüsse werden mit einem vorkomprimierten elastischen Dichtungsband dauerhaft an den Bauteilen nach der DIN 4108 befestigt. Das Dichtungsband quillt nach dem Anbringen der Anpresslatte auf und sorgt so für den winddichten Anschluss der Folie. Kleine Unebenheiten werden durch die Quellfähigkeit des Dichtbandes "ausgefüllt", Dimensionsänderungen in hohem Maße aufgenommen. Diese Dämmstoffe gibt es in den Qualitäten der WLZ 035 und 040.

Dachzeichnung

Warmdach (nicht belüftete Schrägdach-Konstruktionen)

Bei dieser Sparrenvolldämmung kann die volle Sparrenhöhe genutzt werden. Also auch der Raum, der bisher für die Hinterlüftung reserviert wurde. Die Volldämmung bewirkt nicht nur eine höhere Dämmwirkung, der Wohnkomfort wird dadurch ebenfalls gesteigert.
Diese Konstruktionsvariante hat vor allem im Bereich der Sanierung ihre Bedeutung, da die vorhandenen Sparrenquerschnitte häufig keine großen Dämmschichtdicken zulassen.
Dampfbremsfolie aus schwerentflammbaren Folien (B1 -Qualität mit einer Güte Überwachten Diffusionswiderstand).

Die Folie wird auf die Unterseite der Sparren mit Klammern befestigt. Folienüberlappungen werden mit einem geschmeidigen Doppelklebeband oder einem Dichtstoff untereinander verklebt. Wandanschlüsse werden mit einem vorkomprimierten elastischen Dichtungsband dauerhaft an den Bauteilen nach der DIN 4108 befestigt. Das Dichtungsband quillt nach dem Anbringen der Anpresslatte auf und sorgt so für den winddichten Anschluss der Folie. Kleine Unebenheiten werden durch die Quellfähigkeit des Dichtbandes "ausgefüllt", Dimensionsänderungen in hohem Maße aufgenommen.

Diesen Dämmstoff gibt es in den Qualitäten der WLZ 035 und 040.

Zur Verbesserung des Wärmeschutzes ist eine Zusatzisolierung des Hohlraums zwischen der Traglattung für die Beplankung von Gipskartonplatten notwendig.

Weitere Vorteile sind:

  1. Wesentlich höherer Wärmeschutz im Dach durch die Minderung des Energieabflusses durch die Dachsparren (Wärmebrücken).
  2. Großer Gewinn an Dämmleistung durch geringen zusätzlichen Aufwand.
  3. Schutz der Dampfbremsfolie vor Beschädigung bei Installations-Arbeiten.

Bei Bauteilen, in denen unkontrolliert kalte Luft ins Gebäudeinnere strömt, muss der tatsächliche Wärmebedarf ausgeglichen werden.

Bei Undichtigkeiten strömt unkontrolliert und nicht dem tatsächlichen Bedarf abgepasst, kalte Außenluft in das Gebäude und verursacht einen Energieverlust. Bei dichten Bauteilen strömt weniger kalte Luft ins Gebäudeinnere. Deshalb muss weniger Luft aufgewärmt werden. Je nach Druckdifferenz zwischen innen und außen können hierdurch, selbst bei kleinen Undichtigkeiten, hohe Wärmeverluste entstehen.

Die Lüftungswärmeverluste reduzieren!
Undichte Bauteile und Fugen erhöhen den Heizungsenergieverbrauch und verursachen Bauschäden.

WKSB Innung für Rheinland-Pfalz Telefon 0651 1462040